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2008
utopia

The summer workshop in Commandery Lietzen conquers the last recognizable knight’s seat of the former Knights Templar in Brandenburg, later in the possession of the Order of St. John, built in the 13th century. Here is the oldest farm building in Brandenburg, a memory from the 14th century, Endmoräne worked there as well as within the entire area. On display are several performances, performative and sound installations, films and objects.When we look for points of reference for utopia, the subject of the exhibition, and the place, it is, above all, the extraordinary historical place where the friars lived and worked according to ideal and rule. Perhaps one could even speak of a concrete utopia that was directed to a different way of life, which was aimed at the happiness and hope of another and better world. With this exhibition, the artists of the Endmoräne attempted to make their own ideas or the utopias of others palpable, visible and audible. Often, artists live and work on utopian projects, hoping to clarify, change and improve the world through art and architecture, unconsciously approaching Ernst Bloch’s „principle of hope“, that „not yet” Dr. Sibylle Badstübner-Gröger, opening speech

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Sommerwerkstatt und Ausstellung
Utopie
Komturei Lietzen

Die Sommerwerkstatt in der Komturei Lietzen erobert den letzten noch erkennbaren Rittersitz des ehemaligen Templerordens in Brandenburg, später im Besitz des Johanniterordens, errichtet im 13. Jahrhundert.
Hier befindet sich das älteste Wirtschaftsgebäude Brandenburgs, ein Speicher aus dem 14. Jahrhundert, den Endmoräne ebenso „bespielt“, wie das gesamte Gelände.

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Gezeigt werden mehrere Performances, performative und KlangInstallationen, Filme und Objekte. Eine direkte inhaltliche Beziehung der hier in Lietzen gezeigten künstlerischen Formulierungen und Gestaltungen zum Ausstellungsort findet man eher im übertragenen Sinne. Wenn wir nach Bezugspunkten von Utopie, dem Thema der Ausstellung, und dem Ort suchen, so ist es natürlich in erster Linie der außergewöhnliche historische Ort, an dem die Ordensbürder nach Ideal und Regel lebten und wirkten. Vielleicht könnte man sogar von einer konkreten Utopie sprechen, die auf eine andere Lebensgestaltung, die auf Glück und Hoffnung einer anderen und besseren Welt gerichtet war. Mit dieser Ausstellung wurde von den Künstlerinnen der Endmoräne der Versuch unternommen, eigene Vorstellungen oder die Utopien anderer anfassbar, sichtbar und hörbar zu gestalten, da oftmals allein Kunstwerke imstande sind, Utopien in Szene zu setzen, und Zukunftsfragen, Lebensentwürfe literarisch, filmisch, fotografisch, bildkünstlerisch, objekthaft, architektonisch, tänzerisch anzugehen, auszudrücken und formal umzusetzen. Oft leben und arbeiten Künstler auch selbst an und in utopischen Projekten, sie hoffen, die Welt durch Kunst und Architektur klären, verändern, verbessern zu können, und nähern sich damit unbewusst dem von Ernst Bloch formulierten „Prinzip Hoffnung“, jenem „Noch Nicht“.

Sibylle Badstübner Gröger, Eröffnungsrede 

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Dokumentation 2008 →


Mit Arbeiten von |
Susu Grunenberg, Masko Iso, Ingrid Kerma, Dorothea Neumann, Elke Postler, Antje Scholz,
Erika Stürmer-Alex, Christiane Wartenberg

Gastkünstlerinnen | Margita Haberland (DE), Gunhild Kreuzer (DE), Iris Irene Stöber (DE)

Dauer der Ausstellung | 30. 06. – 13. 07. 2008

Gefördert von |
Kulturamt Märkisch Oderland
Deutsches Roten Kreuz Kreisverband MOL Ost e.V.
Wir danken dem Graf von Hardenberg und seiner Familie