Sommerwerkstatt und Ausstellung
Utopie
Komturei Lietzen

Die Sommerwerkstatt in der Komturei Lietzen erobert den letzten noch erkennbaren Rittersitz des ehemaligen Templerordens in Brandenburg, später im Besitz des Johanniterordens, errichtet im 13. Jahrhundert.
Hier befindet sich das älteste Wirtschaftsgebäude Brandenburgs, ein Speicher aus dem 14. Jahrhundert, den Endmoräne ebenso „bespielt“ wie das gesamte Gelände.
Gezeigt werden mehrere Performances, performative und KlangInstallationen, Filme und Objekte. Eine direkte inhaltliche Beziehung der hier in Lietzen gezeigten künstlerischen Formulierungen und Gestaltungen zum Ausstellungsort findet man eher im übertragenen Sinne. Wenn wir nach Bezugspunkten von Utopie, dem Thema der Ausstellung, und dem Ort suchen, so ist es natürlich in erster Linie der außergewöhnliche historische Ort, an dem die Ordensbürder nach Ideal und Regel lebten und wirkten. Vielleicht könnte man sogar von einer konkreten Utopie sprechen, die auf eine andere Lebensgestaltung, die auf Glück und Hoffnung einer anderen und besseren Welt gerichtet war. Mit dieser Ausstellung wurde von den Künstlerinnen der Endmoräne der Versuch unternommen, eigene Vorstellungen oder die Utopien anderer anfassbar, sichtbar und hörbar zu gestalten, da oftmals allein Kunstwerke imstande sind, Utopien in Szene zu setzen, und Zukunftsfragen, Lebensentwürfe literarisch, filmisch, fotografisch, bildkünstlerisch, objekthaft, architektonisch, tänzerisch anzugehen, auszudrücken und formal umzusetzen. Oft leben und arbeiten Künstler auch selbst an und in utopischen Projekten, sie hoffen, die Welt durch Kunst und Architektur klären, verändern, verbessern zu können, und nähern sich damit unbewusst dem von Ernst Bloch formulierten „Prinzip Hoffnung“, jenem „Noch Nicht“.

Sibylle Badstübner Gröger, Eröffnungsrede 


Mit Arbeiten von |
Susu Grunenberg, Masko Iso, Ingrid Kerma, Dorothea Neumann, Elke Postler, Antje Scholz,
Erika Stürmer-Alex, Christiane Wartenberg

Gastkünstlerinnen | Margita Haberland (DE), Gunhild Kreuzer (DE), Iris Irene Stöber (DE)

Dauer der Ausstellung | 30. 06. – 13. 07. 2008

Dokumentation 2008 →

Gefördert von |
Kulturamt Märkisch Oderland
Deutsches Roten Kreuz Kreisverband MOL Ost e.V.
Wir danken dem Graf von Hardenberg und seiner Familie