LineaRES II
Zeichnung, Objekt, Installationen, Video
Drawing, Object, Installation, Video

LineaRES II schließt an die SW 2012 in Heinersdorf an. Unsere damalige Gäste waren Aurelia Mandziuk und Jolanta Wagner, Künstlerinnen aus Lodz. 2015 konnten wir mit ihrer beider Hilfe die Sommerwerkstatt in Frankfurt/ Oder mit 8 Künstlerinnen aus Lodz und vorhergehendem Workshop in der Galeria Wschonia, Lodz organisieren. Wir sind dankbar für die nachhaltige und produktive Zusammenarbeit mit unseren polnischen Kolleginnen und freuen uns über die Einladung in die Galeria Kobro.

Aktuell wird das zweidimensionale Medium Zeichnung einer Neubewertung unterzogen und findet Aufmerksamkeit sowohl in Fachkreisen als auch beim Publikum. Es hat sich vom Status der vorbereitenden Skizze für Skulptur oder Malerei emanzipiert und gilt als die Essenz der künstlerischen Idee. Dem bestehenden Diskurs über die Linie wollen wir ihren dreidimensionalen Kosmos zur Seite stellen. Künstlerinnen wenden neben Stift und Kohle vielfältige Mittel an, wenn sie zeichnen: Spannen von Schnüren oder Klebebändern, Biegen von Drähten, Setzen von Stäben oder Leuchtstoffröhren. Die Kanten gekippter Flächen, animierte Linien in Videos und wenig greifbare Medien wie Licht und Schatten verwandeln sich oder wirken wie Materie, wie Spuren einer tatsächlichen oder gedachten Bewegung. Videos über Linie und Raum erweitern unser Thema um die Dimension der Zeit.

6.4. – 28.4.2018
open Monday – Friday 10.30 – 14.00

GALERIA KOBRO
Akademia Sztuk Pięknych im. Wł. Strzemińskiego w Łodzi
ul. Wojska Polskiego 121; Łódź
www.galeriakobra.pl

 


 

PLAN 2\5 im Raster – für eine bessere Zukunft\?

Sommerwerkstatt 2018 und Kunstausstellung von Endmoräne e.V. 

Ort: Im ehemaligen Kinderwochenheim der DDR in Eisenhüttenstadt, direkt neben dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, 
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt.

Sommerwerkstatt: vom 4. Juni bis 1. Juli 2018

Eröffnung der Kunstausstellung: Samstag, 16. Juni 2018

Die Ausstellung ist geöffnet: Samstag + Sonntag: 16.6. + 17.6. | 23.6. + 24.6. | 30.6. + 1.7. | jeweils 13–18 Uhr

Sommerwerkstatt 2018 und Kunstausstellung stehen unter der Schirmherrschaft von Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

 

 

Eisenhüttenstadt – Planstadt

Eisenhüttenstadt ist das größte Flächendenkmal in Deutschland (zitiert Flyer Eisenhüttenstadt). Die Planstadt wurde auf Grund eines Beschlusses des III. Parteitags der SED 1950 völlig neu nach damaligen sozialistischen städtebaulichen Grundlagen geplant und errichtet als Wohnstadt für das Eisenhüttenkombinat. Im geteilten Deutschland war es für die DDR bedeutend eine unabhängige Industrie aufzubauen und sich mit dem Eisenhüttenkombinat einen wichtigen Industriestandort zu sichern.

Ehemaliges Kinderwochenheim, neben dem jetzigen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

Ebenso wichtig waren Arbeitskräfte in der neu errichteten Produktion. In der Nachkriegszeit fehlte es dringend an Arbeitskräften beim Aufbau des Landes. Die DDR war daran interessiert, dass trotz Familienplanung Frauen und Männer voll berufstätig sein konnten und ebenso im Schichtbetrieb einsetzbar waren. Das ist ein wichtiger Grund für die Bereitstellung von Wochenkrippen (0-3 Jahre) und Kinderwochenheimen (3-6 Jahre). Nach einer Mutterschutzfrist von nur 6 Wochen nach der Entbindung (zitiert Psychologie heute 11/2017) sollten die Mütter wieder arbeiten gehen. Kinder- wochenheime bedeuteten, dass die Kinder am Montag abgegeben und am Freitag von den Eltern abgeholt wurden.

Mit der Sommerwerkstatt und der Kunstausstellung im ehemaligen Kinderwochenheim Eisenhüttenstadt werden wir das vielschichtige Thema Kindheit ebenso behandeln wie die „Plan-Stadt“. Wir machen sie mittels künsterischer Interventionen anschaulich und präsentieren so einer breiten Öffentlichkeit die Besonderheit des Ortes .

Auszug aus dem Konzept