FILMRISS

Sommerwerkstatt und Ausstellung im Alten Kino Frankfurt (Oder)

Mit Arbeiten von | Susanne Ahner | Ka Bomhardt | Gisela Genthner | Renate Hampke | Masko Iso | Ingrid Kerma | Angela Lubič | Barbara Müller | Annette Munk | Michaela Nasoetion | Dorothea Neumann | Patricia Pisani | Elke Postler | Antje Scholz | Erika Stürmer-Alex |Christiane Wartenberg

Gastkünstlerinnen 2022 | Berit Hummel | Katrin Schmidbauer

Im 31sten Jahr des Bestehens von Endmoräne e.V. wenden sich die Künstlerinnen dem alten Lichtspieltheater der Jugend in Frankfurt (Oder) mit seiner langen Geschichte zu. Seit 1998 steht es leer. Mit ihrer Arbeit wollen die Künstlerinnen das ehemals bedeutende Gebäude wieder in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Das verlassene Kino ist in einem Übergangsstadium. Das Projekt FILMRISS von Endmoräne ist ein Vorbote für die spätere Nutzung als Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst.

Die Bau- und Filmvorführungsgeschichte des Ortes beginnt im Jahr 1900. Erstmals gab es bewegte Bilder mit einem Kinematographen im Gartensaal der von der Aktien-Brauerei verpachteten Vergnügungsstätte. Im später eingebaute „Kaisersaal“ installierte man 1913 im 2. Obergeschoss einen Filmapparat. Sechs Jahre später wurde aus dem Haus dann ein vollwertiges Lichtspieltheater, die Eröffnung der „Decla-Lichtspiele“ fand am 30. September 1919 statt. Es war die Zeit der von Klaviermusik begleiteten Stummfilme. 1931 und 1939 gab es weitere vor allem technisch bedingte Umbauten des Kinos, das inzwischen als Ufa-Theater firmierte.
Nach der teilweisen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde es mit einem anspruchsvoll gestaltetem Eingangstrakt 1955 als „Lichtspieltheater der Jugend“ wieder eingeweiht. Noch heute verbinden viele Frankfurter:innen persönliche Erinnerungen mit diesem lebendigen Ort für Kino und Kulturveranstaltungen. Seit der Schließung 1998 war das denkmalgeschützte Gebäude über lange Zeit vom Verfall bedroht, bis im vergangenen Jahr die zukünftige Nutzung als Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst beschlossen wurde. Die Künstlerinnen von ENDMORÄNE möchten nun mit ihrer Arbeit das geschichtsträchtige Gebäude wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen und eine Brücke schlagen zwischen der vergangenen und der zukünftigen Nutzung.


Ort |
Altes Kino, Heilbronner Straße 18, 15230 Frankfurt (Oder)

Zeitraum |
Ausstellung geöffnet 2.+3. | 9.+10. |16.+17. Juli 2022 jeweils 12-18 Uhr
Preview des rbb Beitrages über Endmoräne e.V. am 16.7. ab 18 Uhr
Im rbb Fernsehen 18:30 Beitrag über über Endmoräne e.V.

Eröffnung der Ausstellung am 02. Juli 2022 um 15.00 Uhr
Grußworte der Schirmherrin Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt (Oder) René Wilke und der zukünftigen Hausherrin des Alten Kinos, der Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst, Ulrike Kremeier

Einführung Dr. Dorothée Bauerle-Willert, Kunstwissenschaftlerin

Musikalische Begleitung durch die Singakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Rudolf Tiersch

Kontakt |
info@endmoraene.de | Website: https://endmoraene.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit |
segeband.pr | Denhart v. Harling | T: +49 179 4963497
dh@segeband.de | www.segeband.de

Pressespiegel 2022

Presseinformation FILMRISS als PDF →

Einladungskarte als PDF

Anfahrtskizze →

Assoziierte Projekte

Zwischenzeiten – Zwischenzeilen
In der Zusammenarbeit mit der Kulturkoordinatorin der Europa-Universität Viadrina Constance Krüger und der freien Autorin Carmen Winter entsteht das partizipative Projekt „Zwischenzeiten – Zwischenzeilen“ mit Frankfurter Bürger:innen, die sich anhand von Fotografien dem verlassenen Ort literarisch annähern.

Konzept: Alina Inserra, Michaela Nasoetion

B L A C K O U T
Für das Kurzfilmprogramm BLACKOUT wurden aus einer internationalen Ausschreibung 32 Videos ausgewählt, die sich auf sehr unterschiedliche und höchst spannende Weise mit dem vieldeutigen Thema des Blackouts beschäftigen.

Mit Arbeiten von | Luis Anversa (D, BR) | Elon Elena Lotti Astolfi (IT) | Marie-Pierre Bonniol (FR) | Claudia Busching (D) | Laure Catugier (FR) | Almut Determeyer (D) | Kuesti Fraun (D) | Beate und Uli Grötsch (D) | Barbara Hasenmüller (D) | Aisuke Kondo (JP) | Kathrin Krumbein (D) | Daniela Lucato (IT) | Yukiko Nagakura (JP) | Mascha Naumova (RU/D) | Sladjan Nedeljkovic (CH/D) | Marta Ostajewska (PL) | Denis Puri (D) | Jarkko Räsänen (FI) | Stathis Roukas (GR) | Hanna Schaich (AT/D) | Shaman Tearoom- Aiwei Foo & Kent Lee (MY) & Chris Bird-Jones (UK) | Katharina Siemeling (D) | Jakub Simcik (SE) | Sean Smuda (USA) | Lorina Speder (D) | Barbara Steppe (D) | Wes Viz (UK) | Anna Werkmeister (D) | Dirk G. Winkler (D) | Xiaoyin Xie (USA)

Konzept, open Call, Auswahlgremium: Alina Inserra, Angela Lubic, Susanne Pittroff
Koordination: Angela Lubic

Dank

Förderung | Mittel des Landes Brandenburg |Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit der Sparkasse Oder-Spree | Stadt Frankfurt (Oder) |
Freundliche Unterstützung | Europa-Universität Viadrina | Kulturkoordinatorin Constance Krüger | Kleist-Forum Frankfurt (Oder) | Frankfurter Kunstverein | Singakademie Frankfurt (Oder)

Medienpartner